Ich habe vor einem halben Jahr bei meiner Ersteinrichtung gekauft: jeweils 3 Jungtiere Labidochromis yellow und Melanochromis maingano, jeweils in der Hoffung 1/2. Die Praxis sah natürlich anders aus: Bei den Mainganos 2/1 und bei den Yellows vermutlich genauso. Bei den Mainganos hat das schwächere Männchen nicht überlebt, bei den Yellows habe ich jetzt das erste Mauldrücken gesehen und das kleinere Männchen versteckt sich jetzt immer in der Anubias. Gestern habe ich erstmals beobachtet, daß das Maingano-Männchen und das größere Yellow-Männchen umeinander-getänzelt sind. Vorher haben die sich überhaupt nicht füreinander interessiert. So langsam werden die wohl erwachsen ...
Absolut friedlich sind meine C. mooris und die F. rostratus. Diese beiden Arten passen auch super zusammen und es können sogar mehrere Männchen in einer Gruppe gehalten werden. Im Malawisee bilden diese beiden Arten sogen. Fressgemeinschaften. Auch meine Pseudotropheus sp. Acei sind sehr friedlich.
Als besonders agressiv habe ich meine Socolofis erlebt. Das Männchen hat das ganze Becken tyrannisiert, besonders die drei weibl. Socolofis. Das Männchen habe ich dann gegen ein anderes Männchen ausgetauscht mit dem gleichen Ergebnis. Ein Weibchen sah nach einer Woche aus wie ein gerupftes Huhn. Alle Flossen waren zerfranst. Das "neue" Männchen habe ich dann kurzer Hand ausquartiert. Es sitzt jetzt allein in einem 130 Liter Becken und wartet auf einen neuen Besitzer. Leider ist es schwer, einzelne Böcke los zu werden, obwohl ich ihn schon überall als "zu verschenken" inseriert habe. Die weibl. Socolofis bin ich alle los geworden. Nur das zerrupfte Weibchen und 3 von meinen Jungfischen habe ich behalten. Mal sehen, wie es mit den jungen Socolofis klappt. Im Moment sind sie erst ca. 3-4 cm groß und können noch nicht so viel Schaden anrichten.
Ich habe gerade fasziniert das "Fingerhakeln" meiner beiden "Dicken" beobachtet. Es rummste derart gegen die Scheibe, daß ich mir das mal anschauen mußte. Und da sehe ich dann, wie die beiden Männchen von Melanochromis Maingano und Labidochromis Yellow sich "angebrüllt" haben. Sie haben dann mit Mauldrücken weitergemacht, und die Scheibe zitterte einige Male. Photo ging leider nicht, denn die beiden haben hinter den neu eingerichteten Steinaufbauten gerauft. Die Neueinrichtung scheint zu einem heiß umkämpften Revier geführt zu haben. Und der Yellow-Mann hat jetzt eine geschlitzte "Heck"-Flosse.
habe bis jetzt die Erfahrung gemacht das jeder Fisch individuell vom Verhalten anders ist. Man kann nicht mal behaupten das die Böcke immer die aggressiven Stinker sind. In meinem Beispiel tyrannisiert mein Saulosi Weib das ganze Becken.
So kann man wohl sagen das die eine oder andere Art als aggressiv einzustufen ist. Jedoch gibt es bei den "friedlichen" Arten auch richtige Stinker wie es bei den "aggressiven" auch richtige Lämmlein gibt.
Also ist meine Auffassung das man sich schon an gewisse Vergesellschaftungs-Ratschläge halten sollte aber ein gut funktionierender Besatz eher reine Glückssache ist.
hallo auch, ich habe die erfahrung gemacht das mein lombardoi bock eher friedlich, aber doch der chef im ring ist. im gegensatz zu den beiden elangatos böcken( habe 2 ) und den maingatos böcken ( auch 2 ). Die sind immer dabei ihr revier zu verteitigen. nur mein lombi bock lassen sie in ruhe. muss wohl daran liegen der er ausgewachsen ist und die anderen noch nicht. da liegen noch ca 2 cm grössen unterschied dazwischen. ansonsten sind die soalosies und die jellows sehr friedlich.
Also als richtig Agressiv würde ich meine Mbunas nicht bezeichnen,auch wenn in meinem 270 Liter Mbuna Becken kurzfristig mal Rangeleien vorkommen. Meine Pseudotropheus - Maylandia - Metriaclima sind jedoch die Bosse im Becken,gleich danach Meine Melanochromis Auratus. Die Labidochromis Yellow vesuchen jedem Streit aus dem Wege zu gehen,stellen aber trotz Allem gelegentlich die Flossen hoch und Mucken gegen die Dominanten Tiere auf. Alles in Allem gibt es genügend Verstecke,so das nach einigen Sekunden vorkommender herumjagerei der Spuk auch schon vorbei ist. Bei mir ist es ein Besatz der passt und die Fische kennen sich schon eine ganze Weile,gelegentlich versucht das ein oder andere Nachwuchsmännchen,die Rangordnung zu Ändern,aber die jungen Raufbolde,werden Ruck zuck nach ein paar Nasenstübern,wieder flott gemacht und nach zwei Minuten ist alles beim Alten. Ich bin sehr zufrieden mit der Harmonie in meinem Becken. Grüßle Conny