Ihr wisst ja das mein eines Red Rubin Mädel den Umzug nicht überstanden hat und nun im Garten unter einem Stein verweilt. Also ist jetzt der Red Rubin Bock alleine mit seinem Mädel. In meinem Becken ist es im Grunde sehr ruhig, bis auf diese Zimtzicke Sobald sie den roten Kopf des Bockes sieht dreht sie voll am Rad und schwimmt ihm hinterher, und er ergreift daraufhin die Flucht, das geht den ganzen Tag so. Versteh garnicht warum der Bock Angst vor ihr hat. Kann das daran liegen das die zwei nur noch alleine sind? Bei meiner Beckengröße wird empfohlen 1/2 zu pflegen, warum weiss ich allerdings nicht. Wenn ich mir diese große Dame so anschaue, verhält sie sich wie der Chef im Becken, glaube fast sie ist schuld am Tot meines anderen Mädels, kann mir gut vorstellen das sie das andere Red Rubin Mädels die ganze Nacht gejagt hat. Meint ihr es wäre sinnvoll zeitnah noch ein Mädel einzusetzen, oder kann man das endgültige Verhalten nach nichtmal 2 Wochen sowieso noch nicht abschätzen? Der Bock ist nicht unterdrückt, er scheint der Alpha Bock zu werden, er leuchtet am meisten von allen, und wurde immer farbiger, im Gegensatz zu Chilumba und Eureka, die farblich beide etwas schwächeln.
Wie würdet ihr vorgehen?
Nebenbei: Man liest ja immer wieder das es zu Hybriden kommt weil die ihre Mädels nimmer auseinander halten können, das glaub ich nicht. Die Wissen bei meiner Konstellation der Aulonocara ganz genau welches Mädel ihres ist. Die Hybride kommen bestimmt nur weil sie Spitz wie Lumpi sind.
dieses Verhalten kann daran liegen, dass die "Zimtzicke" evtl. kein Weib , sondern ein Bock ist. Wenn es aber mit 100 % iger Wahrscheinlichkeit ein Weib ist, dann kann es durchaus daran liegen, wie du schon selber geschrieben hast, dass sie rallig ist. Das Verhalten, Dame jagt Bube, kenne ich von meinen Venustus, wenn das Weib belzen will, sie gibt dann keine Ruhe, biss sie Eier hat.
Das mit dem Männchen hab ich mir auch schon gedacht, sie hat sich auch leicht rot verfärbt. Aber im Grunde kann das nicht sein, schaut euch mal die Bilder an:
das ist durchaus möglich das ein Weibchen dominater ist ( ist ja bei uns Menschen eigentlich die regel *fg). Wenn Du jetzt noch ein Weibchen dazu setzt wird es sich vermuhtlich nicht verbessern. Ich halte meine Aulonocaras immer mind. 2 Männchen und mehrere Frauen. Und habe damit immer sehr gute Erfahrungen gemacht. So ist im Normalfall immer ein Männchen voll in Farbe, wenn das Becken groß genug ist meistens beide, und die Weibchen sind ruhiger. Ich weiß nicht wer Dir 1/2 empfohlen hat, aber ich persönlich finde es nicht richtig. (ist aber meine Meinung, die aus meiner Erfahrung habe).
Zu Deiner anderen Frage: Wenn Du mehrere Aulonocara Arten im Becken hast wird sich über kurz oder lang eine Kreuzung nicht vermeiden lassen, den Aulonocara Männchen ist es eigentlich egal mit welchen Weibchen sie ablaichen, wenn das Weibchen so weit ist. Deshalb würde ich empfehlen nur eine Aulo Art im Becke zu halten und von dieser immer eine größere Gruppe. siehe oben.
Besonders wenn ich die Bilder von Dir sehe in dem ein wirkliches Aulonocara durcheinander herscht. Bitte nicht das Argument bringen ich will ja gar nicht züchten, das ist falsch wenn Du nach einer Hybridisierung fragst.
aus rein züchterische Sicht ist es sicher nicht geeignet, aber findest du auch das die sich nicht vertragen werden? Meine Frage war eigentlich warum das Mädel den Bock jagt.
habe ich Dir auch geschrieben in meinem ersten Teil meiner Mail, in meinem zweiten Teil habe ich Deine Frage mit den Kreuzungen beantwortet.
Sorry sei mir wirklich nicht böse, aber Du machst den typischen Anfängerfehler bei Malawis, möglichst viele verschiedene Arten und Farben in einem Becken. Es heißt nicht das es nicht gutgehen kann, aber es kommt öfters zu Problemen wie Du ja auch jetzt siehst.
Ich kann nur aus meiner Erfahrung schreiben, in der regel ist es wirklich besser wenige Gattungsfremde Tiere zu vergesellschaften und von diesen schöne große Gruppen. Auf lange Sicht ist das der beste Weg um ein schönes harmonisches Becken zu haben. Hat absolut nichts mit der Zucht zu tun, aber mit einer Artgerechten Haltung der Tiere. Natürlich müssen die Gattungen auch zusammen passen. deshalb solte man sich vor der Anschaffung der Tiere sehr gut mit den Tieren aus fachlicher Sicht befassen und sich nicht auf Händler oder geschäftstüchtige "Züchter" verlassen und schon gar nicht die Tiere kaufen weil es farblich ja so gut aussieht.
Ich halte die Zusammensetzung die ich auf den Bildern sehe für falsch, wenn die Tiere älter werden wirst Du noch Probleme bekommen.
Aber wie schon geschrieben, es kann aber auch gut gehen und wenns funktioniert bin ich der Meinung "never touch a running system".
Ich bin dir keineswegs Böse, meine Besatzplanung habe ich hier aus dem Forum, von den Admins von Einrichtungsbeispiele und bin damit zum Züchter (dir sicher auch bekannt) und hab gefragt was er davon hält. Alle fanden diesen Besatz sehr gut, wenn man das Thema Hybriden ausser acht lässt. Selber bin ich wenig kreativ mit der Besatzplanung gewesen, mir wäre es auch wurst gewesen wenn nur 2 Fische von 20 in Farbe wären. Also meine Motivation diesen Besatz zu pflegen kam nicht daher das ich viele bunte Fische wollte, sonder einfach nur ein Besatz der ne Stress funktioniert bei dem sich die Fische wohl fühlen. Also den Anfängerfehler den du mir nachsagst bin ich mir nicht bewusst, da der Besatz eben nicht von mir kommt, sonder von Profis und Semi-Profis. Trotzdem finde ich es interessant das ein anderer Profi diesen Besatz als ungeeignet betrachtet.
Ich seh das Thema das das RedRubin weibchen den Bock jagt, nicht als richtig grosses Problem an, ich hatte in der Einlaufphase des Beckens kurz Zebrabuntbarsche drin, der Bock hat den anderen gejagt, das sah ganz ganz anders aus, da sah man die motivation des Fisches 'den bring ich um' dies ist hier nicht der Fall.
Ich werde aber in Zukunft deinen Rat im Hinterkopf behalten und wenn ich handel muss, weil der Besatz absolut nicht funktioniert, bestimmte Fische umziehen, was momentan aber völlig unmöglich ist.
Vielen Dank für deine Hilfe.
P.S. Da oben auf dem Photo sieht man quasi schon alle Fische
Ich habe ja auch mehrere Aulonocara Arten in einem Becken sitzen. Ich kann auch den Einwand von Bernd verstehen, jetzt kommt dann aber das große aber. Ohne jetzt irgend jemandem einen Vorwurf machen zu wollen. Hier wird man gewarnt davor dass es zu Kreuzungen kommen kann, in der Stockliste/Userbestand sieht man dann dass derjenige FireFish besitzt/verkauft oder was auch immer. Wo ist denn jetzt der Unterschied zwischen einem FireFish und einer möglichen Kreuzung ?
Wenn ich dem glauben kann was ich im www gelesen hab, kann es zu allen möglichen Kreuzungen kommen. Je nachdem wie es die Situation halt ergibt.
Ich will hier keine Hybridenzucht gut reden oder in Schutz nehmen, dafür halte ich Malawibarsche noch nicht lange genug. Aber ich wollte auf diese Diskrepanz hinweisen. Mir ist klar der Markt wird durch Angebot und Nachfrage geregelt, sollte es jetzt per Zufall zu einer Kreuzung bei Ayahuasca kommen. Die Farblich oder von der Form her sehr sehr schön ist und sie auch in den folgenden Generationen keine Missbildungen zeigen. Würden mit Sicherheit einige Leute die davor gewarnt haben Nachzuchten haben wollen. Wie es wohl jetzt auch bei den FireFish der Fall ist.
Oder sehe ich da etwas falsch ? Dann klärt mich bitte auf.
Hallo Domenic, ich sehe das genauso. Warum wird sich nur immer bei Malawis über bestimmte Zuchtformrn aufgeregt? Aber das Thema ist hier schon ausgiebig diskutiert wurden. Gruß Uwe
Jo das Thema Hybriden ist simple nicht zu beantworten. Viele Fische aus dem Malawisee gibt es nicht mehr in freier Wildbahn, und viele Artenschützer versuchen diese Gattung in Aquarien am Leben zu halten. Wenn jetzt da klein Ayahuasca sein Red Chilumbreka reinschmeisst weil er aussieht wie ein BaenschiBenga ist das ziemlich scheisse, klar. Wenn jemand einen Zierfisch züchtet, über Jahre, bis er Knallrot ist, und dadurch eine andere Gattung schafft ist das eine grossartige züchterische Leistung. Da es keine Qualzucht ist, warscheinlich biologisch auch korrekt. Aber er ist und bleibt ein Hybride, und fällt auch in diese Thematik. Viel schlimmer ist das Thema Hybride eher, wenn man einem blöden Goldfisch Geschwüre auf den Kopf züchtet, wo eher der Grundgedanke der Qual für die Tiere im Vordergrund steht. MIt meinem bescheidenen Wissen ist es einem Aulonocara wurscht, ob daraus Hybride entstehen, es ist und bleibt ein Aulo. Dann werden die Farben halt lustig und manche Hybride sehen aus wie einer der Elterntiere und können als Hybrid nicht mehr identifiziert werden. Das ist das eigentliche Problem, und da stimm ich mit den 'Züchter' voll ein, so ein Fisch darf nicht in unwissende Hände gelangen.
Was Bernd aber wohl eher meinte ist, das das Problem bei mir nicht die Hybridisierung ist, sonder eher die Anzahl der Arten. Da würde ich gerne noch was drüber Wissen. Ich habe 1,1 + 1,2 +1,2 Aulonocara, sehen die sich selbst dann nicht als 3,5 ?
ich selber habe kein Problem mit Kreuzungen, ich bin auf die frage eingegangen ob es zu Kreuzungen kommen kann. Versteht das nicht falsch. Ich bin der festen Meinung das meine Aulonocara Red Rubin und Aulonocara firefish ebenso Kreuzungen zwischen verschiedenen Aulonocara Arten sind.
Es geht hier rein um eine Artgerechte Haltung, ja sicher ergeben sich bei Dir auch 3/5,, wie ich gesehen habe, Aulnocara red Rubin, chilumba, eureka würde ich Dir noch empfehlen noch ca 20 Weibchen mit ins Becken zu geben und Du hast Ruhe.
Aber ich würde auf jeden Fall Deine Beckengröße beachten, die ich nicht kenne, ob es überhaupt möglich ist. Ich denke es ist nicht möglich, deshalb meine Empfehliung, eine Aulo Art, 2 Männchen und 10 oder 15 Weibchen und Du wirst glücklich sein. Es ist wirklich ein herrliches Bild die balzaktivitäten der Männchen zu beobachten, ein Weibchen ist immer zum ablaichen bereit, und auch wie sich die Gruppe untereinander verhält. Wenn Du keine nicht züchten wilst, lass einfach die Weibchen im Becken ausspucken, es werden die meisten Jungtiere gefressen, die wenigen die in der Gruppe aufwachsen intergrieren sich hervorradend.
Die Frage von Ayahuasca würde mich auch interessieren ob die unterschiedlichen Aulonocara Arten als 1,1 + 1,2 + 1,2 oder einfach als 3,5 sehen. Eigentlich müsste man sie fragen, da das aber ja nicht geht würde mich da die Meinung der erfahrenen Halter interessieren.
habe ich mir fast gedacht, deshalb habe ich auch geschrieben falls möglich.
Aber in einem 300 litter Becken könntest Du durchaus 1 Männchen mit 10 Weibchen pflegen, und dann noch eine andere Gattung dazu, Placidichromis oder manche Lethinopsarten oder auch Deine yellows in einer angemessenen Gruppe. Du wirst sehen das ist wirklich gigantisch. Und vor allem hast Du im normalfall Ruhe in Deinem Becken.
Aber zu Deinem eigentlichem Problem zurück, ich würde noch einige Aulonocara Weibchen (nicht zu kleine Tiere) einsetzten, ich denke dann wird das dominante Weibchen auch wieder ruhiger werden und Dein Männchen wird früher oder später kapieren das er der Chef im Aquarium sein solte. Den Aulonocara jakobfreibergi sehe ich noch etwas kritisch, ich habe die Tiere auch, und die haben ein etwas tempramentvolleres Verhalten. Im normalfall wird das Männchen wenn es balzt das ganze Becken für sich beanspruchen und die anderen Aulo. Männchen in die Ecken verweisen. Aber jeder Fisch ist anders und Dein Männchen kann ja auch von der ruhigen Sorte sein.
Hallo Philipp, so ganz richtig ist das nicht was Du hier schreibst. Die meisten User haben Dir geraten größere Gruppen einzusetzten, aber Du hast sicher nur gelesen wie Du es gerne hättest. Ich hatte Dir geschrieben das ich mehrere Gruppen 1/3 im 300 Liter Becken halte und das auch nur gut geht weil ich sehr viel Vesteckmöglichkeiten und Reviere gebaut habe. Nun kannst Du aber nicht alles auf die erfahrenen Malawihalter schieben, Heiko, Sven ua. haben Dir zu größeren Gruppen geraten. Gruß Uwe