habe mal eine allgemeine frage an euch was versteht ihr unter überbesatz? mein ihr die wasserwerte werden zu schlecht wenn zu viele drin sind? jetzt abgesehen von der größe der tiere aber wenn man doch nur die größe einsetzt, die dem becken angepasst ist und sich alle super verstehen, es kein streß gibt dürfte es doch kein problem sein wenn man mehr drin hat oder nicht? z.B. in wenn ich in einem 240liter becken 35 oder 40 mbunas (ca.12cm) halte was is daran so schlimm, wenn sich doch alle gut verstehen? habe ich was nicht durchdacht oder...
240 lt Becken ist sehr klein für Malawis. Du wirst eine Kantenlänge von 1m haben. Mit 35-40mbunas absolut überbesetzt. Wenn du jetzt noch die Einrichtung ( Steine, Pflanzen usw. ) abziehst, was bleibt noch an Schwimmfläche übrig? Die Wasserwerte können durch den Kot und Urinabgabe sehr schlecht werden, also sehr häufiger Wasserwechsel wäre notwendig.Die Fischlein müssen sich ständig an neue Wasserwerte und Temparaturen anpassen. Falls ein Männchen mal laichbereit wäre, hättest du unter Umständen das Chaos im Becken, da er den größten Teil vom Becken als sein Revier betrachten könnte und der Rest ca. 34-39 sich unter Umständen ein Platz von 20-30 cm teilen. Des weiteren können durch den hohen Überbesatz sehr leicht Krankheiten entstehen und dann wirst auch du keine Freude mehr an dem Becken haben. Ich würde dir raten, den Besatz um ca. 25 - 30Fischlein zu reduzieren. und nur 2 oder 3 friedertige Arten im Becken zu halten.
Die Frage was ist Überbesatz ist schwer zu beantworten. Ich würde sagen es kommt auf den Einzelfall an. Es kann die Anzahl der Fische sein, aber auch die Fischart sein, wenn sie sehr revierbildend ist und viel Platz benötigt und die anderen Arten dadurch keine Platz mehr haben. Es können aber auch die Arten im Becken sein, die sich plötzlich überhaupt nicht mehr vertragen und deswegen viel Platz benötigen.
Das ist aber meine persönliche Meinung.
gruß thom ps. 240lt mit 35-40 Fischlein ist gleich 1 m Pilslederkoralle in einem 100 lt. Becken Danke für die Tips
Hi, habe mich das auch immer gefragt, ab wann habe ich überbesetzt, bzw. wann kann noch was dazu.
Mittlerweile lasse ich das Auge entscheiden. Ich beobachte die Fische und schaue wie sie sich verhalten. Wenn zB. einer oder zwei dabei sind, der permanent andere jagen und keine Ruhe in´s Becken kommt weil ständig "Bunte Farben" am rumzischen sind ist es für mich überbesetzt. Sieht man jedoch in jeder Ecke oder Spalte nur mal ab- und zu was Buntes kann noch was dazu. Natürlich immer alles unter der Berücksichtigung der NO² Werte und den Filtern die daran hängen.
Habe auch immer versucht in Anzahl der Fische zu rechnen oder zu erfragen ob es zu viele seien, aber das finde ich mittlerweile zu pauschal. Seltsamerweise habe ich gemerkt (und ich habe in letzter Zeit viel am Besatz gedreht) daß es zB schon viel bringen kann, wenn man vom Auge her das Gefühl hat es sei überbesetzt und zB 2 kleine Fische raus nimmt, es plötzlich so viel leerer wirken kann als habe man 5-6 Fische raus genommen weil der Farbkontrast sich ändert. Kommt auch immer auf die Einrichtung drauf an usw.
Würde man zB. 20 Aulonocara Weibchen im Becken haben hat man das Gefühl es sei viiiiiel zu leer da sie unscheinbar wirken, hätte man 20 Männchen gleicher größe wie obige Weibchen im Becken ergiebt sich u.U. das Gefühl es sei überbesetzt. Im Endeffekt der selbe Wasserverschmutzungsgrad und die selbe Keimdichte im Wasser aber das Auge sieht´s durch die Farben anders.
Am Besten also einfach das Verhalten beobachten (auch im Brutfall) und schauen wie es wirkt, natürlich dabei immer die WW im Auge behalten. Aber trotzallem ist das nur ein Tipp wie ich es mache, irgendwann kann man auch so einen Überbesatz erreichen.
Ich habe jetzt im Moment noch ein 260l Becken, dieser Besatz soll in mein neues 520l. Im 260l fande ich das Becken leicht überbesetzt, der Theorie nach könnte ich also mind. nochmal um 1/2 bis 3/4 der momentanen Anzahl Fische im 520l aufstocken um das selbe Ergebniss zu haben, jedoch kommt das so nicht unbedingt hin da im 520l die Einrichtung und Beckenform völlig anders ist. Habe zwar einige Fische die ich gerne aufstocken würde, aber schaue mir das erstmal an wie es dann mit dem Bestand wirkt.
Weiß nicht ob Dir das weiterhilft, aber so mache ich es.
Aber eines sollte natürlich auch bei meiner Variante immer im Vordergrund stehen: Die Bedürfnisse der Fische und der Verschmutzungsgrad des Wassers.
nicht denken das ich es vorhabe war halt nur ein gedanke, (mein becken ist NICHT überbesetzt) weil ich mir nicht genau vorstellen konnte was ich darunter verstehen soll. abgesehen wenn man z.B. ein ahli in einem 112liter becken halten will